Eine Karte

Vor beinahe zwei Jahren machte ich bei einem Postprojekt mit. Hier ging es darum, jemandem eine Karte zu schicken und selbst eine zu bekommen. Ich schickte also eine Karte an eine mir völlig fremde Person und erhielt eine, von einer anderen, völlig fremden Person.
Das wäre nicht weiter ungewöhnlich, oder gar bemerkenswert, wenn sich aus dieser Situation nicht folgende Geschichte entsponnen hätte:

Die Frau, die mir meine Karte schrieb, erzählte mir von einem Ort, den sie gerne aufsucht, der ihr wichtig ist. Sie beschrieb diesen Ort auf der Karte so genau, dass ich ihn erkannte. Vor vielen Jahren hatte ich in seiner Nähe gewohnt und ihn auch öfter besucht. Tatsächlich fand sich in meinem Sammelsurium an Postkarten noch eine, die ich über all die Jahre aufbewahrt hatte – von eben jenem Ort!
Ich kontaktierte die Organisatorin dieses Projekts und fragte nach, ob ich die Adresse der Kartenschreiberin für eine Rückantwort bekommen könnte. Sie holte sich das ok und so ging die Karte auf die Reise in ihre alte Heimat.

Die Empfängerin freute sich sehr und so könnte das das Ende der Geschichte sein. Aber was hätte sie dann hier auf dem Wortfinderinnenblog verloren? Worte verbinden? Ja! Und zwar auf ganz ungewöhnliche Weise!

Über ein Jahr später nämlich, bekam ich eine Anfrage zu einer freien Trauung… von eben jener Kartenschreiberin… Inzwischen haben wir geplant und ich freue mich auf diese Trauung, ganz in der Nähe dieses besonderen Ortes, der uns zusammengebracht hat.

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Die Karte, eines ganz besonderen Ortes. Wer erkennt ihn wieder?

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