Immer ein Happy-Beginning

Mir ist in den letzten Tagen wieder bewusst geworden, was ich an meiner Arbeit am meisten schätze: Es sind die Menschen die zu mir kommen und die Geschichten die sie mir erzählen.
Manche sind ganz leise und man möchte sie, oberflächlich betrachtet, als alltäglich bezeichnen. Aber wie kann das zusammenfinden zweier Menschen, die Funken, die Liebe, alltäglich sein? Jede Geschichte ist einzigartig und für mich ganz besonders.

Worüber ich heute aber erzählen will, sind die Geschichten, die sich für immer in mein Gedächtnis eingebrannt haben. Die Geschichten, die mich emotional so stark berühren, dass ich mit meinen Paaren weine und lache und manchmal stundenlang danach gar nicht weiß wohin mit mir. Das ist sehr anstrengend, aber das ist es auch, wofür ich immer wieder ins Auto steige, um zu völlig fremden Menschen zu fahren.
Es sind Lebenserinnerungen, die in solchen Momenten auf den Tisch kommen. Schicksale, die mir oft vor Augen führen, wie ganz und gar eingebettet und behütet ich in meinem Leben bin. Manche Menschen beutelt das Leben, wirft sie herum und fügt ihnen Schmerzen zu.
Man möchte fast meinen, das Schicksal hat sich gegen sie verschworen. Schwere Krankheiten, der Verlust eines geliebten Menschen und große Notlagen spielen häufig in diesen Geschichten eine Rolle.
Innerlich schüttle ich den Kopf und bin zerissen zwischen Mitgefühl und der Bewunderung dafür, dass diese Personen mir strahlend gegenüber sitzen.   Sie haben diese schlechte Zeit offensichtlich irgendwie einigermaßen heil überstanden.

Aber wie?
Es ist im Grunde ganz einfach: Weil irgendwann etwas ganz und gar Magisches ihr Leben verändert hat:
Die Liebe

Ich weiß schon, es klingt furchtbar abgedroschen, aber darf ich Euch etwas sagen? Es ist (meine) Realität! Denn in dem Augenblick, in dem mir diese wunderbaren Menschen gegenüber sitzen hat sich alles zu einem Happy End zusammengefügt.

Zu einem Happy End? Nein! In diesem Fall doch hoffentlich zu einem Happy Beginning!