Zeig dich Augsburg!

Meine liebe Stadt,

Seit über 10 Jahren bewohne ich dich. Ich mag dich, mit deinen Schrulligkeiten, dem augschburgerischen „Charme“ und der gleichzeitig so warmherzigen Art deiner Bürger. Ich liebe dein hohes Friedensfest, an dem Menschen einfach Menschen sind, die miteinander Essen teilen, miteinander fröhlich sind und sich gegenseitig so nehmen wie sie sind.

Ich mag es, dass du so bunt, so bayerisch-alternativ und kleinstädtisch-kosmopolit bist. Du passt zu mir, ich fühl mich mit dir wohl.
Am Samstag veranstaltet hier die AfD ihren Parteitag. Aber weißt du was? Ich glaube das kann dich nicht schocken! Ich glaube ja, dass deine Bürger viel offener sind, als man dem gemeinen Bayern zutraut und auch energischer und aktiver.  Ich seh sie schon vor mir, die bunten Fahnen, die bunten Menschen und ich weiß, es werden viele sein, die ein Zeichen setzen. Nicht gegen etwas, sondern für (Mit-) Menschlichkeit, Tolerzanz, Mut und eine offene Gesellschaft.

Dies ist mein Wortfinderinnen-Blog. Hier geht es um Hochzeiten und Liebe. Heute nutze ich ihn für mein politisches Statement, denn kein Statement zu setzen, geht in diesen Zeiten nicht mehr.

Ich werde den Samstag vielleicht nur am Rande mitdemonstrieren können. Hier ein kleiner Videogruß, an alle da draußen, die laut, bunt, fröhlich und sichtbar ein Zeichen für unser Augsburg setzen, so wie wir es auch weiterhin leben wollen! #keinenMeter

Magic Moments

Ich schreibe in meinen Reden viel über sogenannte „magic moments“. Über wunderbare, einzigartige Augen-Blicke zwischen zwei Menschen, wenn es knistert, Funken sprüht  und die Welt für einen Moment zur Seite tritt. Es geh um die Liebe und die Liebe ist Magie von ihrer schönsten und geheimnisvollsten Seite.

Aber auch ich habe meine magischen Momente. Wenn ich zum Beispiel über eine Rede lange brüten musste, weil die Geschichte des Paares viele Ecken und Kanten hat, die erzählt und doch auf gar keinen Fall erzählt werden dürfen. Wenn ich dann in den Augen des Paares sehe, dass sie bei jedem Wort verstehen, was ich ihnen sagen will, dass sie ganz genau zwischen den Zeilen heraushören, dass ich ihre Geschichte verstanden habe, sie auch für sie erzähle, ihre Gäste aber etwas ganz anderes hören, dann ist das einer meiner magischen Momente.

„Nue, ich bin ganz ehrlich und bitte sei mir nicht böse. Als wir uns trafen, dachte ich: „Ja, das wird halt eine Rede werden.“ Was du aber gesagt hast, das hat mich ganz tief in der Seele berührt.“ Die Worte eines Bräutigams… ein magischer Moment, bei dem mir fast die Tränen kamen.

Diese kleinen Augen-Blicke. Zu sehen ich habe den Kern berührt, ich habe das Paar verstanden. In ihren Augen zu sehen, dass es etwas mit ihnen macht…. das ist es, wofür ich jeden Morgen an meinem Laptop sitze und schreibe.

 

Eine Karte

Vor beinahe zwei Jahren machte ich bei einem Postprojekt mit. Hier ging es darum, jemandem eine Karte zu schicken und selbst eine zu bekommen. Ich schickte also eine Karte an eine mir völlig fremde Person und erhielt eine, von einer anderen, völlig fremden Person.
Das wäre nicht weiter ungewöhnlich, oder gar bemerkenswert, wenn sich aus dieser Situation nicht folgende Geschichte entsponnen hätte:

Die Frau, die mir meine Karte schrieb, erzählte mir von einem Ort, den sie gerne aufsucht, der ihr wichtig ist. Sie beschrieb diesen Ort auf der Karte so genau, dass ich ihn erkannte. Vor vielen Jahren hatte ich in seiner Nähe gewohnt und ihn auch öfter besucht. Tatsächlich fand sich in meinem Sammelsurium an Postkarten noch eine, die ich über all die Jahre aufbewahrt hatte – von eben jenem Ort!
Ich kontaktierte die Organisatorin dieses Projekts und fragte nach, ob ich die Adresse der Kartenschreiberin für eine Rückantwort bekommen könnte. Sie holte sich das ok und so ging die Karte auf die Reise in ihre alte Heimat.

Die Empfängerin freute sich sehr und so könnte das das Ende der Geschichte sein. Aber was hätte sie dann hier auf dem Wortfinderinnenblog verloren? Worte verbinden? Ja! Und zwar auf ganz ungewöhnliche Weise!

Über ein Jahr später nämlich, bekam ich eine Anfrage zu einer freien Trauung… von eben jener Kartenschreiberin… Inzwischen haben wir geplant und ich freue mich auf diese Trauung, ganz in der Nähe dieses besonderen Ortes, der uns zusammengebracht hat.

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Die Karte, eines ganz besonderen Ortes. Wer erkennt ihn wieder?

Pannenhilfe

Was ich an meinem Beruf so liebe? Es wird nie langweilig! Kein Paar gleicht dem anderen, ihre Geschichten sind immer wieder neu, auch wenn sie alle zum selben Ergebnis führen (Liebe und Ehe) und die Begegnungen sind jedes Mal einzigartig.

Letzte Woche war ich im Allgäu bei einem strahlenden, jungen Paar, das ganz wunderbar erdverbunden im Leben steht. Zwei Landkinder, wie sie im Buch stehen, aber mutig ihr Ding einfach durchzuziehen. Eine freie Trauung hat man im Dorf sicher auch noch nicht alle Tage gesehen.

Da die Trauung im Wald stattfinden wird, entschieden wir uns für eine Ortsbegehung.
Wo steht der Tisch? Wie machen wir das mit dem Einzug? Brauchen wir noch zusätzliche Bänke? Wir planten und ich ließ mir ganz viel darüber erzählen, was diesen Ort für die Beiden ausmacht.

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Im Sommer wird der Kirschbaum zwar nicht mehr blühen, aber dennoch eine wunderbare Kulisse für das Paar sein.

Etwas durchgekühlt, aber guter Laune machten wir uns auf den Weg zum Parkplatz. Gerade als wir dort ankommen steigt ein Mann in seinen VW-Bus, schert nach hinten aus, kommt dabei zu weit nach hinten und gerät mit den Hinterreifen in den tiefen Schnee im Acker. Seine erste Reaktion ist, zuviel Gas zu geben und so manövriert er sich auch noch mit dem einen Vorderrad in den Schnee. Er steckt fest.
Der angehende Bräutigam läuft los und holt eine Schaufel aus dem Schuppen im Wald, die angehende Braut und ich ziehen Äste und Nadelzweige aus dem Wald. Dank des Sturms die Woche zuvor finden wir ausreichend Material.
Es wird gegraben, geschoben, (zuviel) Gas gegeben, untergelegt und noch mehr geschoben. Am Ende sehen wir aus wie Waldarbeiter, aber das Auto ist wieder frei. In der Zwischenzeit ist auch die Frau des Fahrers eingetroffen, sie war noch mit dem Hund unterwegs. Als wir ihr erzählen, dass wir gerade hier sind um eine Hochzeit zu planen, prägt sie sich das Datum ein. Sie sagt sie kommt … als Dankeschön.

Die weitere Plaung verlief ohne besondere Vorkommnisse. Bei leckerem Apfelkuchen besprachen wir die Details der Trauung. Die Braut erzählte mir, dass sie vor einigen Wochen in einer ähnlichen Situation war. Am selben Ort hatte sie eine Autopanne. Innerhalb weniger Minuten waren drei Helfer zur Stelle.
Mitmenschlichkeit und Hilfsbereitschaft scheinen oft ein rares Gut zu sein. Ich aber denke: Man muss nur genau hinschauen und bereit sein auch zu Geben, dann findet man sie noch häufig.

Langeweilig wird es mir jedenfalls mit meinen Paaren nicht.
Ich bin gespannt ob die VW-Fahrer tatsächlich zur Trauung erscheinen. Das wäre schön.

Winterpause! Winterpause?

So ab Ende Oktober wird es in der Regel stiller an der Hochzeitsfront. Über Weihnachten tröpfeln meist einige Terminanfragen für das neue Jahr herein, werden angenommen oder abgesagt, je nachdem wie mein Kalender aussieht und sonst passiert nicht viel.

Ich widme diese Zeit gerne meiner Familie, die mich über die Sommermonate häufig entbehren muss. Außerdem ist es die Zeit, in der, ganz typisch, viel Liegengebliebenes aufgearbeitet wird: Papierkram, Fotos auf die Seite hochladen, Blog schreiben, Steuererklärung, Buchhaltung, neue Kontakte knüpfen, alte wieder auffrischen … alles was eben im laufenden Betrieb gerne mal ein bisschen zu kurz kommt.

Normalerweise. Naja sagen wir so: Die letzten Jahre war ich das so gewohnt. Dieses Mal ging die Saison schon deutlich früher los. Die ersten Anfragen für 2018 kamen schon im Mai 2017 und bis zum Ende des Jahres war mein Kalender so rappelvoll, dass ich nun alle weiteren Anfragen leider enttäuschen muss. Dementsprechen starteten wir auch schon sehr früh mit den Gesprächen und Planungen. Das war für mich neu, ungewohnt, aber auch sehr schön, weil der Vorlauf zu den Hochzeiten nun viel größer ist und ich nun die Reden ein wenig entspannter schreiben kann.

Trotzdem ist die Winterpause natürlich irgendwie eine Pause gewesen, denn die Wochenenden gehörten weitgehend meiner Familie und mir. Eine Zeit die ich sehr genieße und die mich nun mit vielen schönen Gedanken, energiegeladen in die neue Saison starten lässt!

Ich freue mich auf „meine“ Paare 2018!

Sposa bagnata – Sposa fortunata

„Eine gebadete Braut ist eine glückliche Braut“ sagt ein altes italienisches Sprichwort.
Natürlich wünsche ich mir für alle meine Paare den strahlendsten Sonnenschein des Jahres und wenn es regnet, dann doch bitte schön nur rote Rosen oder Wiesenblumen und Konfetti.

Meistens ist ist das auch so. Es gibt Monate in denen hat man nahezu eine Schönwettergarantie (August und September) und es gibt Monate in denen bange ich um jede Hochzeit (Mai und Juni). Leider können die Paare das schöne Wetter weder bei mir, noch beim taffesten Wedding-Planer mitbestellen. Schade! Aber so bleibt es spannend.

Darum ist es besonders wichtig für den Fall der Fälle dass das Wetter sich nicht so wattewolkenrosig abzeichnet, einen guten und vorallem schönen Plan B zu haben.
Nichts ist trauriger, als am Tag der Trauung, auf den wir alle lange hingearbeitet und Ihr als Paar Monate hingefiebert habt, in einem lieblos dekorierten Unterstand oder einem nüchternen Trauzimmer das Notprogramm zu starten.

Also muss eine Alternative von vorn herein eingeplant werden.

Oder Ihr seid so nervenstark und humorvoll, wie die liebe K. und der liebe M. es dieses Jahr auf ihrer Hochzeit waren. Ihre Hochzeit  hat es leider zu Beginn ziemlich verwaschen. In der Nacht zuvor wütete ein schlimmer Sturm über Bayern, Bäume wurden entwurzelt, Äste lagen überall herum und alles, aber auch alles war nass. Das Hotelpersonal tat mit einer Armee von Gärtnern ein kleines Wunder und so war alles Tipp-topp für die Trauung. Nur leider begann es vor der Zeremonie wie aus Kübeln zu gießen.Mein Paar ließ sich davon jedoch keineswegs aus der Ruhe bringen. Die beiden waren völlig gelassen und kurzerhand haben wir ein Zeitfenster abgewartet in dem es nicht regnete, die Tische und Stühle getrocknet und die Trauung konnte doch noch draußen stattfinden.

Hier im Video könnt Ihr Euch (unscharf und bisschen wackelig…) einen Eindruck davon machen, wie eine verregnete Hochzeit aussieht:

Und auf diesen Bildern davon, wie es aussehen kann, wenn man einfach entspannt bleibt:

Die Bilder wurden mir freundlicherweise vom Paar und von der Fotografin Nina Solansky zur Verfügung gestellt.

Spontan-Hochzeit

Vergangenes Wochenende durfte ich mit einem Paar Hochzeit feiern,  das mir für immer in ganz besonderer Weise in Erinnerung bleiben wird.
Es war ein wundervolles Fest, wenngleich auch nicht alles hundertprozentig organisiert und ins kleinste Detail geplant war. Dies hatte jedoch einen guten Grund:
Wir hatten keine Zeit!

Vor 7 Wochen erhielt ich einen Anruf: „Hallo Frau Bäuerlein, wir suchen noch eine freie Rednerin für unsere Trauung im Juli.“
Meine erste Reaktion war: „Juli 2018? Ja, kein Problem!“
„Nein, Juli 2017 !“ war die Antwort.
Innerlich hysterisch lachend, versuchte ich der netten Dame am Telefon begreiflich zu machen, dass das für mich nicht mehr möglich sei. Die Zeit sei zu knapp und ich sei schon ziemlich am Limit mit meinen Terminen…

Ich kann Euch gar nicht sagen, was mich am Ende davon überzeugt hat, die beiden schon am nächsten Tag in einem Cafè in Ulm zu treffen. (Erschwerend kam nämlich noch dazu, dass wir fast 200km weit von einander entfernt lebten.)

So fuhr ich also an einem schönen Sommerabend Anfang Juni nach Ulm um mich vor dem Ulmer Münster mit einem mir unbekannten Paar zu treffen. Wir haben einander sofort erkannt! Das fing ja gut an. Immer noch fester Überzeugung, dass das einfach nicht zu schaffen ist, ich mir die ganze Geschichte aber mal anhören würde, setzten wir uns an den Tisch des Straßencafès.
Normalerweise dauert so ein Kennenlerngespräch eine halbe Stunde. Danach kann man in den meisten Fällen abschätzen, ob man sich sympatisch ist oder nicht. In diesem Fall dauerte das Gespräch über zwei Stunden. Schon vom ersten Augenblick an, haben mich die beiden in ihren Bann gezogen. Jedes Paar hat eine Geschichte zu erzählen. Ich habe ja bereits darüber geschrieben. Manche Geschichten gehen aber ganz tief unter die Haut.

Was die beiden mir an diesem Abend erzählten gab den Anstoß dazu, mich dieser völlig irrwitzigen Aktion zu stellen, in 6 Wochen eine Trauung zu planen, auszuarbeiten und durchzuführen. Vorallem aber auch noch die Rede dafür zu schreiben. Aber ich dachte mir: Die beiden haben das sowas von verdient, eine tolle Trauung zu bekommen!

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Kennenlernen unter dem Ulmer Münster

Ich fand das so klasse: Sich vom Leben nicht unterkriegen lassen und in, bzw nach einer sehr schwierigen Lebensituation den einen Menschen zu finden, der alles so viel leichter und besser macht und das dann voller Lebensfreude feiern zu wollen … wie schön!!

Die Umsetzung gestaltete sich ein wenig abenteuerlich. Denn auf Grund der großen Entfernung war ein schnelles Treffen nicht möglich. Außerdem waren die beiden dann auch erst einmal im Urlaub – zwei Wochen, völlig tiefenentspannt, während ich innerlich immer hibbeliger wurde.
Vier Wochen vor dem endgültigen Termin planten wir die Trauung schließlich am Telefon. Es war die schnellste Planung, die ich jemals erlebt habe. Genau 42 Minuten und dann war alles unter Dach und Fach (naja fast!). Das nenne ich mal Expressplanung!

Es hat sehr viel mit Vertrauen zu tun, so eine Planung machen zu können. „Du machst das schon richtig, du bist der Profi, wir vertrauen dir da voll und ganz!“ Das waren Sätze, die ich an diesem Abend gehört habe. Schön, dass das Vertrauen gleich so groß ist, dass mein Paar mir das sagen kann! Also hatte ich ziemlich freie Hand in dem was ich da vorbereiten musste und ein klein wenig war es am Ende auch für das Paar überraschend, was da auf sie zu kommen

würde.

Am Tag der Hochzeit machten sich dan Kleinigkeiten der mangelnden Absprache bemerkbar. Zum Beispiel wurde da nach de Ringen gesucht oder die Musik war nicht da, wo sie sein sollte und niemand wusste so genau, welches Lied an zu welchem Zeitpunkt gespielt werden sollte… aber hey! Das sind nur winzige Details! Die Trauung selbst war ein Traum und am Ende durfte ich ein sehr glückliches Paar in den Arm nehmen.

Diese Trauung war ein unvergessliches Erlebniss! Dennoch freue ich mich darauf, künftig wieder ein wenig mehr Zeit und Muse in die Planung stecken zu dürfen. Aber mir hat diese Aktion gezeigt: Wenn es muss, dann geht es auch!

Und falls das betreffende Paar das lesen sollte: Danke Euch! Und alles Gute!

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Spontanhochzeit! Es geht!

 

 

Ehe für alle

Es kommt nicht sehr häufig vor, dass ich morgens mit einer Tasse Kaffee vor dem Livestream des deutschen Bundestages sitze und meine Hände eiskalt vor Anspannung sind.
Am Freitag, der 30.06.2017 war allerdings so ein Morgen.
Was an diesem historischen Tag beschlossen werden sollte, betrifft mich nicht nur auf beruflicher Ebene. Viele Menschen in meinem Freundeskreis lieben noch immer am Rande der allgemeinen, vorallem der staatlichen Akzeptanz.
Ich möchte mich an dieser Stelle nicht groß dazu äußern, wie überfällig diese Gleichstellung in meinen Augen längst ist, oder dass der Ehebegriff dringend überholt gehört, ich möchte mich schlichtweg mit allen freuen, für die am Freitag nicht nur rechtlich eine Tür aufgegangen ist.
Ich habe so viele Tränen der Freude und der Erleichterung gesehen, dass ich selbst weinen musste. Am Ende bekommt die Liebe Ihr Recht. Und was durfte ich am Freitag auf Twitter lesen:

Noch nie hat ein „Ja!“ so viele weitere Ja`s zur Folge gehabt.

Auf die Liebe!

IMG-20170630-WA0004PS: Es versteht sich von selbst, dass die Bezeichnung „Ehe für alle“ nur ein Arbeitstitel ist. Was nun in der Praxis folgt ist schlicht und einfach: Ehe.

Immer ein Happy-Beginning

Mir ist in den letzten Tagen wieder bewusst geworden, was ich an meiner Arbeit am meisten schätze: Es sind die Menschen die zu mir kommen und die Geschichten die sie mir erzählen.
Manche sind ganz leise und man möchte sie, oberflächlich betrachtet, als alltäglich bezeichnen. Aber wie kann das zusammenfinden zweier Menschen, die Funken, die Liebe, alltäglich sein? Jede Geschichte ist einzigartig und für mich ganz besonders.

Worüber ich heute aber erzählen will, sind die Geschichten, die sich für immer in mein Gedächtnis eingebrannt haben. Die Geschichten, die mich emotional so stark berühren, dass ich mit meinen Paaren weine und lache und manchmal stundenlang danach gar nicht weiß wohin mit mir. Das ist sehr anstrengend, aber das ist es auch, wofür ich immer wieder ins Auto steige, um zu völlig fremden Menschen zu fahren.
Es sind Lebenserinnerungen, die in solchen Momenten auf den Tisch kommen. Schicksale, die mir oft vor Augen führen, wie ganz und gar eingebettet und behütet ich in meinem Leben bin. Manche Menschen beutelt das Leben, wirft sie herum und fügt ihnen Schmerzen zu.
Man möchte fast meinen, das Schicksal hat sich gegen sie verschworen. Schwere Krankheiten, der Verlust eines geliebten Menschen und große Notlagen spielen häufig in diesen Geschichten eine Rolle.
Innerlich schüttle ich den Kopf und bin zerissen zwischen Mitgefühl und der Bewunderung dafür, dass diese Personen mir strahlend gegenüber sitzen.   Sie haben diese schlechte Zeit offensichtlich irgendwie einigermaßen heil überstanden.

Aber wie?
Es ist im Grunde ganz einfach: Weil irgendwann etwas ganz und gar Magisches ihr Leben verändert hat:
Die Liebe

Ich weiß schon, es klingt furchtbar abgedroschen, aber darf ich Euch etwas sagen? Es ist (meine) Realität! Denn in dem Augenblick, in dem mir diese wunderbaren Menschen gegenüber sitzen hat sich alles zu einem Happy End zusammengefügt.

Zu einem Happy End? Nein! In diesem Fall doch hoffentlich zu einem Happy Beginning!

Ein Lied für Euch, ihr starken und hoffnungsvollen Paare:

 

Alles neu macht der Mai

ENDLICH ist es so weit!

Es war ein unheimlich langer Prozess: von der Idee, über die konkrete Form, bis hin zur Umsetzung mit allem was dazu gehört. Es wurde viel geschraubt, viel gehämmert, viel gefeilt und so manches wieder eingerissen und dann doch wieder aufgebaut … Am Schluß habe ich mir an den Texten die Zähne ausgebissen. STÄNDIG waren ominöse Leerzeichen in die Texte gerutscht, Formatierungen noch nicht richtig, oder es waren im Umbauwahnsinn einzelne Wörter heraus geflogen. Meine liebe Freundin und Korrektorin Tatjana Weichel hat mit Ruhe und Geduld immer wieder alles ins richtige Licht gerückt, bis ich ihr am liebsten den Zugang zur Baustelle verweigert hätte. (Weil sie ja doch immer wieder etwas fand und ich nicht mehr ändern wollte, aber es hilft ja nichts!)

Die Mühe hat sich allerdings gelohnt wie ich finde! Und jetzt darf ich endlich Eröffnung feiern! (Juhuuuuuuuuuuuuuuuu!)
Ich hoffe, Ihr findet Euch Gefallen an diesem Gemeinschaftswerk! (Danke an dieser Stelle noch einmal an Stefanie Salbaum für die wunderbare (und bisweilen sehr geduldige) Betreuung und Umsetzung meiner Extrawünsche.

So Ihr Lieben, ich muss los! Endlich habe ich wieder Festplattenspeicher in meinem Gehirn frei um Reden zu schreiben. Bis bald! Eure Nue